It has been so magical being with you people- Regina Spektor in Berlin
Endlich war sie da. Zweimal verschoben und doch angekommen. Und es war so toll. Eigentlich wollte ich vom Abend schon gar nichts mehr erwarten. Denn eigentlich wollte ich um 18 Uhr da vor dem Lido eintrudeln. Pustekuchen, dank meiner bescheidenen Sehkraft und meines noch bescheidenen Routenplaners bin ich auf der A 115 falsch abgefahren und in die falsche Richtung auf der A 110 weitergejokelt und kam dann irgendwann in Berlin Seestr. raus.Als mein Auto am Lido- Eingang vorbeirollte, bemerkte ich erstmal die riesige schwarze, vor Kälte plappernde Menschenmasse. Sie waren also noch nicht drinne. Naja als ich denn endlich my car irgendwo in die Ecke gestellt habe (in der Nähe eines gruseligen merkwürdigen Hauses, dessen Funktion mir verborgen blieb) und zum Eingang gekrabbelt bin, waren alle schon drinne. Ich habe mich schon innerlich darauf eingestellt, das ich beim Konzert ganz weit hinten stehe, nix sehen und lieber die Zeit am T-Shirt-Stand vertrödele. Falsch gedacht. Man riss meine Karte ab, fand meine Kamera beim Abtasten natürlich nicht, und ich huschte rein. Oh Wunder der Club war ja fast leer. Katrin winkte mir schon von vor der Bühne zu. Henrik drückte ich dann meine Jacke in die Hand und kümmerte mich um den T-Shirt-Stand. Ein schickes, kleines schwarzes sollte es dann sein. Moment…wo sind denn eigentlich meine Regina Buttons abgeblieben? Muss ich mal suchen gehen….Die ‚Vorband’, Only Son, war wie der Name schon sagt, ein Einzelkind. Und so klang es für mich auch. Muss ich nicht haben. Zu viel Emo und ich mag zwar NIN , aber keine Künstler, die nur mit ner Drummachine und Gitarre auf der Bühne stehen. Egal. Aber ne geile Frisur hatte er…und nett war es auch….seine Story zum Schluss hat mir am besten gefallen….Eisenbahn und Vogelnest…Vogel…Vögelne…Vögelfuck….sehr geil, sehr sympathisch. Nur musikalisch nichts für mich. Na kurzer Umbaupause und 3 Stundenlangem Gitarrengestimme, gings das endlich weiter. Derweile wurden von Nasti und Katrin und die übrigen üblichen Verdächtigen Pläne geschmiedet. Immerhin stand dort eine riesen Einkaufstüte voller Konfetti! Und Doros Pflänzchen im Kaffeepappbecher hielt ich im Arm. Zusätzlich tauchten später noch Wunderkerzen auf. Aber dann ging erstmal das Konzert los. Regina spielte ehrlich gesagt viele Songs, die ich nicht kannte. Aber ich kann von keinem sagen, das er mich nicht gefiel…die korrekte Setlist trägt Doro auf ihrem linken Arm, der leider gerade nicht hier ist…..wird aber nachgereicht, wenn ich die Liste habe) Also was war dabei: Summer in the City, Ode to Divorce, Poor Little Rich Boy, Prisoners (mich deuchts), Your Honor (mit Band), Better (m.B.), Sailor Song, The Flowers, Carbon Monoxide, On the Radio (m.B.), Bobbin’ For Apples, Aprés Moi (was mich sehr freute!!!) That Time…inkl. Gitarrenunfall als der Gurt sich löste….(ach Regina ist so witzig!!!)…Als Zugabe wurden wir mit Us und Samson verwöhnt, wobei während Samson die Wunderkerzen gezückt wurden, was Regina sichtlich zu gefallen schien… immerhin stand z.B. ich 1,5 m vor ihr. Somit hatte sie einen prima Blick auf die verrückten Brigadierer, die allesamt abgingen wie eine Packung Zäpfchen, während die Berliner nur fassungslos und hirntot rumstanden. Man hofft, dass diese Menschen im wirklichen Leben nicht so emotionslos sind. Schade für das Umfeld. Und schade für Reginchen. Immer dieser Berliner! (
Oder wie Only Son- Mensch sagte: I’m not a doughnut! (instead of I am a Berliner!) ich sagte doch, sympathisch war der Mann) Jedenfalls ging ein Raunen durch die Menge als die Wunderkerzen angingen,…trotzdem wollte niemand die Wunderkerzen haben als wir versuchten das Kerzenfeld zu vergrößern. Doro reichte Regina dann noch das kleine Pflänzchen hoch und sie freute sich einen Ast ab. Gott sei Dank wurde die Idee Regina nachträglich zum Geburtstag zu gratulieren in dem Moment verworfen. Sie hat sich so gefreut. Ich meine auch mehr als über die 2 Rosen, die ihr jemand beim auf die Bühne kommen in die Hand gedrückt hat. Die Wunderkerzen, das Pflänzchen, die 3 Tonnen Konfetti waren halt doch viel persönlicher als ein paar beim Floristen gekaufte Rosen. Ich hoffe das sich Regina so sehr gefreut hat, das ihr Berlin in positiver Erinnerung bleibt. Schade das sie wie Amanda keinen Blog schreibt, wo man eventuell Feedback hätte lesen können. Dafür schreibe ich einen, damit sich andere Leute an meinem Geschreibsel die Augen verblenden können.Nach dem Konzert kamen doch tatsächlich Leute an a la ‚Ihr seid so cool!’. Tatsache ist, das trotzdem angemeldeter Aktion mit dem Konfetti und blah die Menschen vom Management das wohl nicht ganz so prickelt fanden. Nach der Show kam echt so ein Typ, fuchsteufelswild (ich weiß nicht wie ihr das seht, aber ich empfand ihn als echt sauer und unhöflich) auf uns zu, dass wir doch die Tüten in denen das Konfetti abgepackt war, wieder einsammeln sollten. Gut das waren nicht sooo viele. Die Sauerei auf dem Boden war da bei weitem größer. Also sammelten wir die Tüten (die leer auf dem Boden aussahen wie benutzte Kondome) wieder auf. Penner! Man informiert sich ja nicht umsonst und holt sich nicht umsonst Genehmigungen für solche Aktionen. Das ruft förmlich nach einem Beschwerdebrief! Dabei hat sich Regina so gefreut. Aber das ist solchen Leute echt egal! Argh!Zu einem kleinen Absacker in ‚der fetten Ecke’ gegenüber kam es leider auch nicht mehr. Dabei war mein ureigener Hinterwälder-schnell-wieder-nach-Hause-Trieb gerade auf Standby umgesprungen. Leider war die fette Ecke total überfüllt und verraucht. Außerdem musste der Großteil von uns weiter nach Aachen, wo heute das Katzenjammer Kabarett spielt. Der Rest der Meute brachte mich noch um die Ecke
zu meinem Auto. An dem seltsamen Haus vorbei, von dem ich immer noch nicht weiß, was es eigentlich sein soll. Einen großen Teil sehe ich ja Gott sei Dank zu NIN in genau einem Monat wieder….ahhh noch so lange!!!Auf der Rücktour habe ich mich übrigen wieder einmal verfahren! Wie sollte es auch anders sein. Berlin ist scheiße. Recht finstere Gegenden. Aber eigentlich ist da bis jetzt alles finster gewesen wo ich mal gewesen war….bzgl. Konzerte. Autobahn war frei und ich plötzlich sehr sehr sehr müde…aber wozu gibt’s McDonald und abgestandenen Kaffee, hm? Danach war ich ratz fatz zu Hause. Aspirin eingeworfen, weil mich mein Rücken, meine Beine und vor allem meine Zahnschmerzen fast umbrachten. Aber schlafen kann man hier auch nicht. Penetrante Geruchsbelästigung, meine Nerven penetrierende Nachbarn, die sich nicht entscheiden können, was es zum Mittag geben soll…also war ich noch vor meinem Wecker wie wach. Super. Und natürlich mit zwei dicken Backen. Denn laute Musik ist für Weisheitszähne no good…. Zum Schluss noch ein großes Danke an alle Brigadierer!! Ihr wart alle so klasse. Es macht immer so riesig Spass mit euch unterwegs zu sein! Ihr und natürlich auch Regina habt mir gestern den Tag gerettet! Ich weiß ich bin ne Spaßbremse, aber ich gebe mein Bestes. Danke das ihr mich aushaltet!