A Scanner Darkly – Der dunkle Schirm

Um bei der Challenge die Punkte besser abarbeiten zu können, werde ich in Zukunft immer auf diesen Beitrag hier verlinkt und im aktuellen immer nur die erledigten Nummer erwähnen. Heute erledigt:

Nr. 5 (a book that became a movie), Nr. 24 (a book set in a different country), Nr. 31 (a book from an author you’ve never read before) Nr. 33 (a book you own but never read) und Nr. 38 (a book at the bottom of your to-read-list).

Das klingt für’s erste ja viel, deckt aber eigentlich nur die Punkte ab, die fast jedes Buch in meiner kleinen Sammlung betreffen.

  1. a book with more than 500 pages
  2. a book you can finish in a day
  3. a classic romance
  4. a book with antonyms in the title
  5. a book that became a movie
  6. a book set somewhere you’ve always wanted to visit
  7. a book published this year
  8. a book with a number in the title
  9. a book that came out the year you were born
  10. a book written by someone under 30
  11. a book with bad reviews
  12. a book with non-human characters
  13. a triology
  14. a funny book
  15. a book from your childhood
  16. a book by a female author
  17. a book with a love triangle
  18. a mystery or thriller
  19. a book set in the future
  20. a book with a one-word title
  21. a book set in high school or any other school
  22. a book of short stories
  23. a book with a color in the title
  24. a book set in a different country
  25. a book that made you cry
  26. a non-fiction book
  27. a book with magic
  28. a popular author’s first book
  29. a graphic novel
  30. a book from an author you love but haven’t read yet
  31. a book from an author you’ve never read before
  32. a book a friend recommended
  33. a book you own but never read
  34. a Pulitzer-prize winning book
  35. a book that takes place in your hometown
  36. a book based on a true story
  37. a book that was originally written in a different language
  38. a book on the bottom of your to-read-list
  39. a book set during Christmas
  40. a book your mom loves
  41. a book written by an author with your same initials
  42. a book that scares you
  43. a play
  44. a book more than 100 years old
  45. a banned book
  46. a book based entirely on its cover
  47. a book you were suppose to read in school but didn’t
  48. a memoir
  49. a book based on or turned into a TV show
  50. a book you started but never finished

Zum heutigen Buch:

Eigentlich erschreckend wie viele Philip K. Dick Geschichten, aus denen Filme wurden, ich schon unwissentlich kannte (Total Recall, Der Plan, Minority Report, Blade Runner, Paycheck, A Scanner Darkly usw. Filme die ausnahmslos in meiner DVD Sammlung stehen). Klar, der Name ist mir schon häufig über die Füße gefallen, aber nie so, dass bei mir die Alarmglocken schrillten. Im Bodensatz meines SuBs lag also schon seit Jahren a scanner darkly – eigentlich weil ich den Film cool fand. Aber dazu später mehr.

Den Punkt a book set in the future hab ich mal bewusst nicht abgestrichen, weil das Buch 1994 spielt – aus heutiger Sicht sagen wir ein bisschen überholt, so um 20 Jahre. Das mag ja 1977 beim Erscheinen des Buches zugetroffen haben – weniger im Jahre 2015. In der deutschen Übersetzung merkt man das Alter dann doch. Seltsame Redewendungen, weil der Übersetzer Sachen unnötigerweise übersetzt hat, während andere Phrase schonungslos im OT gelassen wurden – wahrscheinlich sollte es cool klingen. All right? Der Übersetzer fühlte sich auch bemüssigt, heute auch in Deutschland allseits bekannte Sachen für deutsche Holzköppe zu erklären. Was ist Thanksgiving, zum Beispiel. Ich würde daher das Buch in der Originalausgabe empfehlen.

Zur Handlung – Im Grunde kann man es schnell so zusammenfassen,  dass man live einem verdeckten Polizeibeamten dabei zuschaut, wie er langsam aber dann in großen Schritten drogenbedingt den Verstand verliert, sodass er in seinem Zustand nicht mehr mitkriegt, dass er sich – der Technik sei Dank- selbst observiert. Alles hübsch gefördert durch eine allmähliche Bewusstseinspaltung und Paranoia. Es schwank ständig zwischen äußerer Beobachtung durch „Fred“, dem durch den Jedermann-Anzug verborgenen Beamten und der eigentlichen handelnden Person „Bob Arctor“ im Fleischanzug. Am Anfang glaubt man noch weitgehend Bob hätte alles im Griff. Die Abhängigen und die Kaputten wären die Anderen – seine Freunde, samt Psychosen meines Erachtens nach sehr gut beschrieben.
Ein bisschen irritiert, war ich dann von dem pseudowissenschaftlichem Hirnforschungsgeschwafel – da muss man wohl respektieren, dass das Buch ein paar Tage alt ist und es einfach hinnehmen.

Ohne zu spoilern kann ich wohl kaum weiter ins Detail gegen. Außer Substanz T (für Tod, im Original dann D für Death – ist klar) haben wir mittlerweile auch – nennt sich Privatfernsehen und produziert Nachschub für „Bauer sucht Frau“, „Dschungel Camp“ und „Shopping Queen“.

Ich meine auch kleinere Abweichungen vom Film bemerkt zu haben, obwohl ich den schon mindestens seit 5 Jahren nicht mehr gesehen habe. Wer diesen noch nicht kennt: allein schon aufgrund des Stils kann ich den nur jeden ans Herz legen (auch denen, die Keanu Reeves nicht so mögen). Abgesehen von denen spielen sodann noch mit Robert Downey jr. , Winona Ryder und Woody Harrelson. Zudem wurde der ganze Film zwar als solcher gedreht, aber dann mit Rotoshop quasi überzeichnet und animiert. Allein schon das Verfahren Rotoskopie inkl. eines meiner Lieblingsthemen  (Uncanny Valley) hat mich in Folge dessen mehrere Tage lang beschäftigt. Aktion „Hütchen und Stöckchen“ – ihr denkt das.

Alles in allem gefiel mir das Buch trotz des ganzen Drogenthemas recht gut. Es ist nur ein wenig erschreckend, dass ein Autor anno 1977 Sachen ersinnen kann, die dann doch gar nicht so unweit der heutigen Realität sind. 1994 vielleicht nicht, aber 2015 auf jeden Fall. Naja mal abgesehen vom Jedermann-Anzug – wobei ich mich immer noch frage, wie man essen und aufs Klo gehen kann während man ihn trägt. Im Buch geht das ja offensichtlich.

4 Sterne

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