Thariot : Die Genesis Trilogie

Man erinnere sich an meinen überschwänglichen Review von vor ein paar Monaten über eine deutsche Buchentdeckung via Amazon namens Thariot – Genesis – Die verlorene Schöpfung.  Ich war so begeistert, dass ich einem Freund zum Geburtstag den ersten Band schenken wollte. (Wollte, denn in geistiger Umnachtung habe ich ihm den dritten Band geschickt. Ist besonders clever, wenn man die ersten Bände nicht kennt. Ich gebe zu, sowas ist mir auch noch nicht passiert. Man wird halt alt.)
Mittlerweile habe ich alle drei Bücher intus und damit auch Punkt 13 meiner Reading Challenge erledigt (eine Trilogie lesen).

Das zweite Buch Brennende Welten hat mir weit weniger gefallen als Teil eins. Die Messlatte lag natürlich ziemlich hoch und leider konnte Thariot das Niveau nicht halten. Im Gegenteil.

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Die ersten Hälfte war noch ziemlich gut und kann getrost als vernünftige Fortsetzung des ersten Teils betrachtet werden. Danach lässt sich nur vermuten, dass der Autor nicht wusste, wohin er mit er Story eigentlich noch hin will.
Ich kann mir zwar immer noch eine filmisch Umsetzung hier vorstellen, aber dennoch, was sollte das mit dem Kind? Von Anfang an fand ich diesen Handlungstrang unsinnig und seltsam. Klar, führt das alles irgendwo hin, aber erst im letzten Teil der Trilogie. Im zweiten nervt es einfach nur und man fragt sich WARUM?

Deswegen komme ich auch direkt zum dritten. Der ist noch relativ frisch bei mir und im Gegensatz zu seinem Vorgänger versuche ich ihn nicht zu verdrängen.

Denn es wird tatsächlich besser. Die Story wird wieder spannend – wenn auch zwischenzeitlich mit zwei, drei Hängern. Aber alles in allem stimmt das Gesamtbild wieder.

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Mir gefällt der kleine Zeitsprung in die mitteleuropäischen bzw. germanisch-teutonische Vergangenheit. Gerne hätte hier weniger Mystizismus gehabt aber irgendwie musste man den Eingeborenen ja die Zukunft näher bringen. Außerdem gibt es noch einen Zeitsprung in die Zukunft, der mir anfangs nicht so gefallen hat, aber dann später zündete. Es ist schwierig für mich Lobhuddelei zu schreiben ohne wirklich zu spoilern.

Am Ende fügt sich alles wieder zusammen, sodass selbst nach dem zweiten Band ein angenehmes Gefühl zurückbleibt. Man kann abschließend sagen, dass die Geschichte zumindest keinem schon hundertmal gelesen und gesehenem Schema F folgt.

Ich bin froh, dass es deutsche Autoren gibt, die (trotz des Hängers im zweiten Teils) hochwertige Bücher abliefern können, die fernab der manchmal sehr mittelmäßigen deutsche Sci-Fi Serienliteratur stehen. Nicht dass ich Perry Rhodan Neo und die Heliosphere 2265 nicht gut wären. Ich lese beides gerne und mittlerweile auch viel (was beweist, dass man auch als Frau Sci-Fi lieben kann, oder vielleicht bin ich auch in Wirklichkeit keine Frau und halte mich nur dafür, wer weiß). Nur gerade bei Perry Rhodan Neo kriegt man aufgrund der unterschiedlichen Autoren schon sehr unterschiedliche Qualitäten geliefert. Aber ich schweife ab.

Wenn es um die Frage geht: soll ich Thariot Trilogie denn nun kaufen oder lesen? 

Verdammt ja! Ich bin an manchen Stelle bestimmt überkritisch, aber es lohnt sich auf jeden Fall!

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