Der ganz normale Wahnsinn im Büro…

Heute auf Arbeit habe ich auf der Deutschlandkarte Ibuprofen statt Iphofen gelesen.
So fertig bin ich schon, dass ich Schmerzmittel sehe, wo keine sind.
Nach einem sehr langem, herzhaften Lacher riefen meine Kollegen die Paracetamol Leute an und diese verbrachten mich dann in eine Kuranstalt in Aspirin.
Die Berge habe mir so gut gefallen. Nächstes Jahr fahre ich in die Dolormin-ten.

Ja, meine Kollegen habe es schwer mir mir.

[Wort zum Dienstag] In der Magdeburger Innenstadt…

Heute nachmittag, an einem meiner Urlaubstage, als ich nach einer erschreckend kurzen Fahrradtour durch die Magdeburger Innenstadt Richtung Wohnung fuhr, sah ich einen Mann auf einem Stuhl an einer Straßenecke sitzen. An einer sehr belebten, sehr prominenten Magdeburger Straßenecke.

Er war kein Bettler und er war nicht allein. Im Hintergrund saß eine Frau, vermutlich seine, ebenfalls auf einem Stuhl. Der Mann und die Frau waren schon älter, Rentenalter auf jeden Fall, und sahen sehr abgerissen aus. Die Nationalität unbestimmbar. Dafür war mein Vorbeifahren zu kurz. An seinem Stuhl und ein paar Meter weiter waren Schilder angebracht. Sie lauteten „PORTRAIT 0,50 €“

Bitte was? Portrait 0,50 €? Ich dachte, ich habe mich verlesen. Ich sah das nächste Schild. PORTRAIT 0,50 €.

Die Zeit zwischen lesen und verstehen war zu kurz und ich zu eilig unterwegs. Nirgends waren Beispielbilder zu sehen, wie man es oft bei Fliegenden Portraitmalern zum Beispiel in der Mall sieht. Der Mann hatte kein Geld übrig um Blätter für Beispiele zu vergeuden. Für 0,50 € bekommt man kaum einen Beistift oder einen guten Bogen Papier.

Und ohne jetzt Mutmaßung über den Mann und die Qualität seiner Arbeit anzustellen: es brach mir schier das Herz, dass ein älterer Mann unbeachtet in der Innenstadt auf einem alten Stuhl sitzt und seine Kunst für 50 Cent anbietet. Vielleicht anbieten muss.
Egal ob er es aus Geldnot tut oder weil er einfach nur eine Beschäftigung und Arbeit will, egal wie viel Geld es ihm einbringt – es würde mich mit Scham erfüllen ihm nach getaner Arbeit eine 50 Cent Münze in die Hand zu drücken und mit dem Bild nach Hause zu gehen.

Es gibt bestimmt viele Gründe, warum der Mann keine Kunden hatte und der Platz vor ihm leer blieb. Magdeburg ist nicht gerade das weltoffenste Kaff. Die Kreuzung ist belebt und der Kunde säße wie auf dem Präsentierteller. Oder vielleicht geht es auch anderen Menschen wie mir, die sagen: 50 Cent? Warum? Ist das eine Masche? Vielleicht traut sich auch niemand zu fragen.

Ich jedenfalls bin zu schockiert um eine richtige Meinung dazu zu haben. Einerseits hoffe ich, dass er zufriedene Kunden findet, die ihm mehr als die 50 Cent geben. Anderseits fielen mir spontan Leute an, die genau das nicht tun würden. Würde der Mann gerne mehr Geld veranschlagen und traut sich nur nicht mehr auf dem Schild zu verlangen?
Was ist eigentlich für eine Gesellschaft in der wir leben, die solch ein Kunst-Preis-Dumping erst möglich und nötig macht?
Ich gehe jetzt und schäme mich stellvertretend für alle.

[Reading Challenge]Jessica Jones, Jonathan Strange & Mr. Norrell

Durch meine diesjährige Teilnahme an National Novel Writing Month (kurz NaNoWriMo – meine Twitterfollower haben gewiss ausreichend die Krise deswegen gekriegt…) war ich etwas, sagen wir, gehemmt beim Buchkonsum. Einerseits der Zeit wegen, andererseits um meinen „Stil“, sofern ich sowas überhaupt besitze, nicht zu versauen.

Vielleicht widmet ich NaNoWriMo noch einen eigenen Blog. Jetzt aber zur Reading Challenge. Ich stelle fest – ich werde einige Punkte daraus nicht bedienen können, weil mir die passenden Bücher dafür fehlen.

Frühstücken wir heute also folgendes ab:
7. a book published this year,
11. a book with bad reviews,
29. a graphic novel

alles erledigt mit dem Amazon-Anfütter-Comic von Marvel’s Jessica Jones #1 von Brian Michael Bendis – gibt’s übrigens umsonst und ist nur 13 Seiten lang.26881232

In den 13 Seiten schaffen sie allerdings, was sie in der Netflix Serie 13 Folgen lang nicht schaffen – Achtung Spoiler – die optische Einbindung von Daredevil – Spoiler Ende.
Der Vorteil beim Comic ist, dass man dieses Aufgebot an Weibern nicht ertragen muss. Eigentlich bin ich immer für den Ausbau starker Frauenrollen besonders im Marvel Universum. Ja, sie kommen sonst zu kurz, das kann niemand abstreiten. Und wenn sie mal vorhanden sind, dann sehr stereotypisch (Black Widow) und oft nervig (Karen bei Daredevil) Einzig für die Darstellung von Night Nurse (Claire Temple in Daredevil und mehr oder weniger neu erfunden dafür) kann ich bisher eine Lanze brechen, weil die Frau genau das sagt, was mir meistens zu selben Zeit durch den Kopf geht. Meistens ein nett verpacktes WTF?
Kurz gesagt bezüglich der Netflix: die Weiber in Jessica Jones gehen mir auf den Sack.
Selbst David Tennant als Killgrave nervt nach einer Weile bei dem Ensemble. Die gingen mir alle so auf die Nüsse, das ich schon laut nach einer Männerquote geschrien habe. Immer dieses „Ach bin ich stark, aber süss. Ich gebe aufs Maul, aber hab mich lieb! Ich saufe mehr als du, aber achte auf die Linie‘ *brech*
Im Comic bleibt einem das netterweise erspart. Klar, auf 13 Seiten ist da auch nicht viel Platz. Deswegen schneidet er auch ganz gut ab bei mir.
Trotzdem hat er schlechte Reviews bei goodreads. Beim deutschen Amazon sowieso, weil sie es nicht fertig kriegen, die Leute darauf hinzuweisen, dass man den Comic besser auf einem Kindle Fire oder Kindle App auf dem Tablet etc. lies und nicht auf einen schwarz-weißen Kindle Voyage wo Comics generell fehl am Platze sind.

 

Jonathan Strange & Mr. Norrell – Susanna Clarke (2004)

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Für die, die lieber die bildliche Umsetzung sehen: Das Buch gibt es als Miniserie mit 7 Folgen produziert von BBC One derzeit bei Amazon Prime Video zu sehen. Ich wollte eigentlich erst das Buch lesen und dann die Serie gucken, aber einen 1.000 Seiter verfrühstücke selbst ich nicht so schnell. Zumal ich hierbei die englische Version nicht empfehlen kann und selbst nach ein paar Kapiteln das deutsche Exemplar ordern musste.

Der Stil liegt irgendwo zwischen Jane Austen (abzüglich der Schmozette) und Charles Dickens (plus ein gewisses Maß an Komplexität) Hinzu kommen die Geschichten in der Geschichte in Form von manchmal unterhaltsamen, manchmal schier unerträglich langen und langweiligen Fußnoten über Bücher und Personen, die gar nicht existieren.

Das ganz Buch ist hochgradig britisch, und wer mit Briten generell nichts anfangen kann, sollte tunlichst die Finger davon lassen. Es geht um Magie, ja, aber auch um Freundschaft und Wahnsinn- alles gebettet in eine alternative Zeitschleife zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Es werden reale Ereignisse wie der Krieg gegen Napoleon und die Schlacht von Waterloo mit eingebunden. Aber was in England an sich passiert, ist meist fiktional auch wenn viele historische Personen darin auftauchen.

Wer also die Steifheit des Buches umgehen will und sich primär für den Inhalt interessiert, dem lege ich die Serie ans Herz. Das Buch ist nämlich ein ganz schöner Brocken. Am Anfang hat es Schwierigkeiten in die Gänge zu kommen und auch zwischendrin gibt es hin und wieder ein paar Längen. Als ich dann endlich fast fertig war, war ich trotzdem furchtbar traurig, dass es so enden muss und das es keine Fortsetzung gibt. Der Vergleich hinkt vielleicht, aber es ist, als ob man Harry Potter in ein Buch gepackt hat. Am Anfang: naja, in der Mitte: cool, weiter so und am Ende: oh nein!!! Natürlich ist es nicht unbedingt für Kinder geeignet – es ist einfach ziemlich dunkel und oftmals rau. Außerdem wird nicht nett mit Zauberstäben gezaubert, sondern mit Spucke, Blut und abgeschnittenen Fingern. Außerdem gibt es italienische Zombies, bis um Hals tätowierte Propheten, Crazy Cat Ladies mit dem Schlüssel zum Wahnsinn und modische aber durchgeknallte Elfen.

Susanna Clarke behauptet zwar seit Jahren (seit 2004 wohlgemerkt) an einem Sequel zu arbeiten, aber das glaube ich erst, wenn ich es in den Händen halte.

Und wer ist Schuld daran? Amazon, ja auch. Die Werbung bei Prime war schon massiv, aber es war mal wieder Neil Gaiman! Dieser hat schamlos Werbung für das Buch gemacht. OT Herr Gaiman:

„unquestionably the finest English novel of the fantastic written in the last 70 years“

Ich lass das mal sacken.

Reading Challenge: 27. a book with magic (einer Menge Magic kann ich da sagen)

Thariot : Die Genesis Trilogie

Man erinnere sich an meinen überschwänglichen Review von vor ein paar Monaten über eine deutsche Buchentdeckung via Amazon namens Thariot – Genesis – Die verlorene Schöpfung.  Ich war so begeistert, dass ich einem Freund zum Geburtstag den ersten Band schenken wollte. (Wollte, denn in geistiger Umnachtung habe ich ihm den dritten Band geschickt. Ist besonders clever, wenn man die ersten Bände nicht kennt. Ich gebe zu, sowas ist mir auch noch nicht passiert. Man wird halt alt.)
Mittlerweile habe ich alle drei Bücher intus und damit auch Punkt 13 meiner Reading Challenge erledigt (eine Trilogie lesen).

Das zweite Buch Brennende Welten hat mir weit weniger gefallen als Teil eins. Die Messlatte lag natürlich ziemlich hoch und leider konnte Thariot das Niveau nicht halten. Im Gegenteil.

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Die ersten Hälfte war noch ziemlich gut und kann getrost als vernünftige Fortsetzung des ersten Teils betrachtet werden. Danach lässt sich nur vermuten, dass der Autor nicht wusste, wohin er mit er Story eigentlich noch hin will.
Ich kann mir zwar immer noch eine filmisch Umsetzung hier vorstellen, aber dennoch, was sollte das mit dem Kind? Von Anfang an fand ich diesen Handlungstrang unsinnig und seltsam. Klar, führt das alles irgendwo hin, aber erst im letzten Teil der Trilogie. Im zweiten nervt es einfach nur und man fragt sich WARUM?

Deswegen komme ich auch direkt zum dritten. Der ist noch relativ frisch bei mir und im Gegensatz zu seinem Vorgänger versuche ich ihn nicht zu verdrängen.

Denn es wird tatsächlich besser. Die Story wird wieder spannend – wenn auch zwischenzeitlich mit zwei, drei Hängern. Aber alles in allem stimmt das Gesamtbild wieder.

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Mir gefällt der kleine Zeitsprung in die mitteleuropäischen bzw. germanisch-teutonische Vergangenheit. Gerne hätte hier weniger Mystizismus gehabt aber irgendwie musste man den Eingeborenen ja die Zukunft näher bringen. Außerdem gibt es noch einen Zeitsprung in die Zukunft, der mir anfangs nicht so gefallen hat, aber dann später zündete. Es ist schwierig für mich Lobhuddelei zu schreiben ohne wirklich zu spoilern.

Am Ende fügt sich alles wieder zusammen, sodass selbst nach dem zweiten Band ein angenehmes Gefühl zurückbleibt. Man kann abschließend sagen, dass die Geschichte zumindest keinem schon hundertmal gelesen und gesehenem Schema F folgt.

Ich bin froh, dass es deutsche Autoren gibt, die (trotz des Hängers im zweiten Teils) hochwertige Bücher abliefern können, die fernab der manchmal sehr mittelmäßigen deutsche Sci-Fi Serienliteratur stehen. Nicht dass ich Perry Rhodan Neo und die Heliosphere 2265 nicht gut wären. Ich lese beides gerne und mittlerweile auch viel (was beweist, dass man auch als Frau Sci-Fi lieben kann, oder vielleicht bin ich auch in Wirklichkeit keine Frau und halte mich nur dafür, wer weiß). Nur gerade bei Perry Rhodan Neo kriegt man aufgrund der unterschiedlichen Autoren schon sehr unterschiedliche Qualitäten geliefert. Aber ich schweife ab.

Wenn es um die Frage geht: soll ich Thariot Trilogie denn nun kaufen oder lesen? 

Verdammt ja! Ich bin an manchen Stelle bestimmt überkritisch, aber es lohnt sich auf jeden Fall!

Reading Challenge: Patrick Süskind – Das Parfum, Hannah Kent – Das Seelenhaus

Patrick Süskind – Das Parfum

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Jahrelang habe ich mich gewehrt gegen dieses Buch. Wir mussten es zwar nicht in der Schule lesen (warum eigentlich, ich wäre froh gewesen), aber nach dem Film hatte ich auch wenig Ambitionen.
Okay der Film hatte Alan Rickman !! Allein das war Grund genug ihn überhaupt zu gucken. Ben Whishaw mochte ich eigentlich noch nie – das ist eins der Vorteile am Buch – man muss den Charakter nicht sehen, wenn man nicht will. Den beschrieben wird er gottlob anders. Ich war auch überrascht, dass das Buch in Wahrheit nur ein Büchlein ist. An den Süskindischen Erzählstil konnte ich mich ja schon mit ‚Die Taube‘ gewöhnen. Zum Inhalt muss ich mich ja wohl nicht auslassen – immerhin haben die meisten das Buch gelesen oder zumindest den Film mal gesehen. Trotz allem finde ich dass sie das Buch auch gut visuell umgesetzt haben. Auch wenn ich finde, dass sie viele Sachen mehr ausgeschmückt und andere (fast) weggelassen haben.
Und ehrlich, den Schluss finde ich immer noch blöd. Bei so etwas scheint mir immer, der Autor hätte einfach keine Lust oder keine Idee mehr gehabt, was er mit seiner Titelfigur anstellen soll – deswegen muss er/sie möglichst schnell und vielleicht auch kreativ über die Klinge springen. Das mag zwar bei Kurzgeschichten irgendwie Sinn machen, aber nach Ü300 Seiten oder 90min Film fühlt man sich a wenig verarscht.
Damit ist auch ein Punkt meiner Reading Challenge abgehakt – Nr. 9 ein Buch, das auch meinem Geburtsjahr stammt. Bin ich jetzt froh, dass ich nicht Gottes Werk und Teufels Beitrag lesen musste,ha! Und ich zähle frecherweise auch noch Nr. 47 ein Buch, was ich in der Schule lesen sollte – da ich ALLE Bücher in der Schule gelesen HABE (auch die, die mir nur vielleicht lesen sollten) könnte ich diesen Punkt sonst nie erfüllen. Also zähle ich es mit, weil Das Parfüm jetzt unter Schullektüre läuft.
Für meine Urlaubslektüre war das eine denkbar gute Wahl. Es war kurz, bekannt und leicht zu lesen. Obwohl – im Vergleich zu Virginia Woolfs Orlando, was ich gleich im Anschluss noch in Italien begonnen habe, ist wahrscheinlich alles leicht und angenehm. Über Orlando schweige ich mich aus.

Mein Buch war übrigens ein Exemplar, dass ich in einem öffentlich Bücherschrank vor ein paar Jahren fand. Recht neuwertig. Allerdings musste ich beim Lesen feststellen, dass irgendein Honk auf den letzten paar Seiten zwei Seiten mit Klebestift zusammengeklebt hat! Bei so etwas bekomme ich Anfälle und eine Menge grauer Haare! Argh! Wer sowas macht, den soll der Blitz beim Scheißen treffen!

Das Parfüm 4 von 5 Sternen

Hannah Kent – Das Seelenhaus

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Eines der wenigen Bücher, die ich tatsächlich noch im Buchladen gefunden und gekauft habe. Tatsächlich war es sogar ein kleiner Kaufrausch an diesem Tag. Was schon was heißen soll und rot im Kalender angestrichen wurde.
Das Buch ist passend zum trüben, arschkalte und unwirklichem Wetter derzeit in Deutschland- ja wir können auch gerade auf Island sein.
Es wird die Geschichte der Agnes Magnúsdóttir erzählt, die als letzte Person überhaupt auf Island hingerichtet wurde. Von Anfang an weiß man also auf was die Geschichte hinaus läuft. Hannah Kent hat einen meisterlichen Erzählstil, der auch durch die deutsche Übersetzung nicht verschandelt wird. Einzig der Originaltitel „Burial Rites“ nach „Das Seelenhaus“ zu ändern…naja verstehe ich nicht wirklich. Es wird zwar kurz im Buch erklärt, woher dieses Begriff kommt – vielleicht soll es poetisch sein, aber es tut nichts zur Handlung. Eigentlich ist die Story durch das bekannte Ende ja bekannt. Man erwartet zwar den großes Knall a la „Aber die war doch unschuldig!!!“ aber der kommt nicht und es ist auch gut so. Gezeigt wird das harte Leben der armen Landbevölkerung in den 1820er Jahren in Island. Ich finde die Personen vielschichtig dargestellt, allerdings nicht alle – da war noch Luft nach oben. Wichtig ist jedoch, dass Agnes eine Stimme bekommt.

Das Seelenhaus – 4 von 5 Sternen
Reading Challenge – Nr 36 based on a true story

Der Dienstagabend-Rant

Wären wir hier in Amerika müsste ich mich wahrscheinlich lang und breit über das was jetzt kommt entschuldigen. Aber ich bin es leid.

Dass ich offensichtlich mit einem „bitte ansprechen“ Schriftzug auf der Stirn geboren wurde, habe ich ja schon mitbekommen. Aber warum, sind es immer die Mitglieder einer ganz bestimmten Religionsgemeinschaft, die es auf mich abgesehen haben?

Noch nie in meinem ganzen Leben wurde ich auf der Straße von tiefgläubigen Muslimen, Juden, Hindi oder gar Buddhisten angesprochen, die mir ihre Religion verkaufen wollten. Warum also die Christen? Warum zeigen Christen diesen Eifer?
Es ist völlig egal welche Untergruppierung dieser Sekte es gerade in der Stadt gibt. Sämtliche Methodisten, Baptisten, Mormonen und Zeugen Jehovas habe es schon bei mir probiert.

Heute waren es die Mormonen. Versteht mich nicht falsch, jeder soll glauben, was er will, an was er will. Es ist schön wenn euer Leben dadurch Sinn gewinnt. Ich bin Atheist. Und das ist nicht nur ein Spruch. Auch ich hatte meinen Flirt mit Gott. Mit 7 oder 8 Jahren im evangelischen Religionsunterricht. Den Unterricht mochte ich, meine Lehrerin Frau Steinbach auch. Nur meine Urgroßmutter, die mich folglich gleich missionieren wollte, hat mir den Rest gegeben. Ich liebe (alte) Kirchen, aber nicht als Gottes Häuser, sondern weil ich mich für Geschichte interessiere.
Ich möchte einfach nicht auf der Straße angesprochen werden. Generell nicht. Ich kaufe nichts an der Haustür oder auf der Straße. Also lasst mich in Ruhe. Denn meine Eltern haben mich leider als höflichen Menschen erzogen. Wenn ich also, wie heute, stehenbleibe, hat das nicht unbedingt was mit Interesse zu tun, sondern mit schierer Höflichkeit. Da standen wir also. Zwei sehr junge, männliche, amerikanische Mormonen. Sehr gut gekleidet, mit ausgezeichnetem Deutsch und fragten mich nach dem Sinn des Lebens. Ich gebe zu, hätte ich sie als religöse Fanatiker sofort erkannt, wäre ich schneller weggekommen. Eigentlich dachte ich sie wären Studenten, hätten sich verlaufen und wären auf typisch amerikanische Art kontaktfreudiger als Deutsche. Ich sah es Ihnen nach. Sie waren jung, sahen harmlos aus (und hatten offensichtlich noch nie eine Frau nackt gesehen – ich war nicht nackt). Trotzdem fragten sie mich nach meiner Telefonnummer und ob wir uns am Sonntag nicht mal zum Plausch treffen wollen. Trotz meiner Verweise ich bin Atheist, wie alle anderen in meiner Familie. Ich war höflich und nett und habe sie nicht runtermacht. Und nachdem ich ihnen klar machte, dass ich auch daran nichts zu ändern gedenke, zeitgleich ein Regenguss einsetze, zogen sie ab. Um es mal metaphysisch auszudrücken – da hat mich regentechnisch wohl jemand vom Übel erlöst.
Die Jungs waren nett und irgendwie auch beeindruckend. Die schwatzen manchen Leute bestimmt einen zweiten Bauchnabel auf! Und das ist einer Fremdsprache!

Aber warum, liebe Mitglieder christlicher Minderheiten, macht ihr sowas?

Nicht mal die Katholiken oder die Standard-Evangelen nerven so. Gut, die habe es vielleicht aufgrund ihrer noch vorhandenen Mitgliederzahlen nicht nötig Leute auf der Straße abzupassen.
Ich verstehe diesen Eifer einfach nicht.
Die Hälfte meiner Kollegen sind zahlenden Mitglieder in Gottes Fanclub. Alle evangelisch. Für einen Betrieb im Osten eigentlich kein schlechter Schnitt. Die Hälfte wiederum davon ohne wirklich an ihren eigenen Gott zu glauben. Aber sie gehen gerne in die Kirche, sagen sie alle. Wann? An Weihnachten? Vielleicht. Oh je, teuer bezahlt durch Kirchensteuer. Jedoch eine Mitarbeiterin, die nur einmal die Woche aushilft, ist die Frau eines Pastors. (Der, der öfters mit Herrn Obama speist) Als diese mitbekommen hat, dass ich ungläubig bin, hat sie mich versucht zu missionieren. Erst ganz heimlich durch die Hintertüre. Vorletztes Weihnachten, als sie meine Liebe fürs Theater und Kabarett ausgenutzt hat und mich in die Baptistengemeinde der Stadt einführen wollte. Ohne mir vorher Bescheid zu sagen, dass wir in eine Kirche gehen (eigentlich ist es ein altes Kino, aber Baptisten dürfen wohl in meiner Stadt nicht wählerisch sein) Zum Ende des weihnachtlichen, aber modernen Stückes, wurden amerikanische Kirchenlieder gegospelt – oder was Weiße für Gospel halten. Danach wurde mir auf den Zahn gefühlt, wo denn mein Mann sei, wie viele Kinder, aus welcher Gemeinde ich komme etc etc. Sie sind alle davon ausgegangen, dass ich eine Christin bin. Sie nehmen wohl gerne die gestrandeten Studenten in der Stadt auf. Ich soll doch unbedingt vorbeikommen. Was zur Hölle?
Der zweite Versuch ereignete sich dann im Büro – Grundsatzdiskussion zur Rolle der Frau und Kinder. Sie könne meine Einstellung nicht verstehen. Sie arbeitet doch nur zum Spaß bei uns. Ich meinem (astronomischen) Alter sollte ich dringend über Kinder nachdenken. Auf meine Antwort, dass ich a) keine Kinder wolle und mir b) sowieso keine Kinder leisten könne und c) Ehe für mich ein No-Go ist – brach dann die missionarische Hölle über mich herein.

Soviel zu persönlichen Erfahrungen im nahen Umfeld. Es wirft aus keiner Sicht ein gutes Licht auf religiöse Gemeinschaften dieser Art. Auf Homosexualität und Abtreibung gehe ich jetzt mal nicht ein, sonst werde ich nie fertig.

Was hilft gegen diese Art von Übergriffen in meine Privatsphäre? Soll ich lügen und mich als Katholik ausgeben und sie mir mit den Worten: „Früher hätten wir euch auf dem Scheiterhaufen verbrannt“ ängstigen?
Ich will wirklich keine Menschen und seiner religiösen Ansicht im Wege stehen – aber bitte macht das mit euch aus und belästigt nicht andere Leute damit.

Kreischparade im Oktober

Ich behaupte jetzt einfach mal Loretta hat mich angestiftet bei der Blogparade der CineCouch mitzumachen. Also habe ich mich brav angemeldet, da ich dergleichen ohnehin (ohne darüber zu bloggen) vorhatte.

Meine Watchlist findet ihr hier bei Letterboxd. Wie schon dort beschrieben, ist es eher eine grobe Auflistung der Filme, die bei diversen Streaminganbietern auf der Watchlist stehen – teilweise sogar ziemlich lange schon. Ich habe die ausgewählt, die am wenigsten schlechte Bewertungen haben. Nach meiner letzter Haushaltssäuberungsaktion mit freundlicher Unterstützung von momox, Amazon und rebuy ist meine DVD Sammlung in dieser Rubrik nämlich sehr ausgedünnt. Von denen, die die Aktion überlebt haben, steht mich im Moment nichts an oder erfüllt einfach nicht die Anforderung „Horror“. Mal sehen, was im Oktober noch so im Fernsehen spät nachts läuft. Einer der Vorteile von Telekom Entertain ist nämlich immer noch der Festplattenrekorder (auch wenn man bislang immer noch nicht den USB Stick Anschluss für „Sicherungsdateien“ dessen benutzen kann. Aber ehrlich gesagt, brauche ich das auch nicht wirklich. Was ich wirklich will, kaufe ich mir eh. Meist sogar bei Ebay. Bin ja anspruchslos.)

Für umsetzbare Filmtipps bin ich also dankbar. Gerne auch Klassiker, die mir bisher durchgerutscht sind. Was an neueren Filmen taugt, ist leider übersichtlich und wurde in letzer Zeit erst geguckt (z.B. The Conjuring, Orphan, Insidious 1 und 2, The Evil Dead (Remake – es wurde entnervt abgebrochen), Cabin in the Woods – falls man das zählen darf). Fällt also erstmal aus.

Ich werde mit der Aktion auch relativ zeitnah Anfang Oktober beginnen, da ich zwischendrin ins Ausland verschwinde. Aber ich komme wieder. Vielleicht.

Grabbers [IRL 2012]

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Viecher, die auf einem Meteoriten geritten ins Meer bei Irland stürzen und anfangen die Iren auszulutschen. Zur Rettung der Inselbevölkerung gibt’s nur einen versoffenen Polizeibeamten, eine überambitionierte Kollegin, die lieber ihren Urlaub auf der Insel mit Arbeiten verbringen und jede Menge Alkohol— die einzige Waffe im Kampf gegen die Grrrrrabbbersssss. Nach dem Motto: nur stockbesoffen sind wir sicher. Und wenn die Iren eines können, dann bekanntlich saufen!
Garniert wird das Ganze mit schicken Special Effects, die sich für ein B-Movie wirklich sehen lassen können und schön in Szene gesetzte Strand/Sonnenuntergangs/aufgangsbilder (die ich persönlich in Irland nie sehen durfte, hat nämlich immer geregnet)
Bitte jetzt ein Grabbers 2 und hoch die Tassen!

7 von 10 Sternen

PS Ich bin mir sicher in der OV macht der Film noch mehr Spass. Trotzdem liebes Tele 5: danke fürs Ausgaben solcher Perlen!

Burning Girls / Among the Thorns – Veronica Schanoes [Novella]

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Amazon Preis 1,04 EUR
Seiten 36
Burning Girls @ Tor.com Link

Manchmal sind die kurzen Geschichten doch die perfektesten.

„In America, they don’t let you burn. My mother told me that.“

When we came to America, we brought anger and socialism and hunger. We also brought our demons. They stowed away on the ships with us, curled up in the small sacks we slung over our shoulders, crept under our skirts. When we passed the medical examinations and stepped for the first time out onto the streets of granite we would call home, they were waiting for us, as though they’d been there the whole time.

Deborah ist kein attraktives Kind. Aber ihre Mutter erkennt, was in ihr steckt und sende sie zur Großmutter aufs Land, wo sie ausgebildet wird. Als Heilerin, Hexen, Schamanin. Wir schreiben circa 1900 als die Kossaken in Bialystok einfallen und sie mit ihre Schwester Shayna nach Amerika flüchtet (gedanklich ist sie für mich in NYC gelandet, obwohl das nie explizit erwähnt wird.) Das klingt alles erstmal nach 08/15 Fantasy-Märchen-Kram. Wer aber auf den eher dunkleren Schreibstil eines Neil Gaiman steht, ist hier genau richtig. Man liest zwei Absätze und ist vollkommen gefangen. Es ist fremd und doch bekannt und man möchte das die Story nicht so schnell endet. Ich habe es bekanntermaßen nicht so mit feministischen historischen Romanen. Aber diese Story hier ist kurz, knackig, dunkel und ein Fall für „Ich wünschte, ich könnte so etwas schreiben“

Unter den oben erwähnten Link zu Tor.com kann man die Geschichte online lesen, aber lege jedem ans Herz das Buch zu kaufen z.B. bei Amazon für ein paar Peanuts.

Und wie immer, wenn ich hier vorschriftmäßig die Bücher und Autoren verlinken möchte, fällt mir ein weiteres Buch vor die Füße. Veronica Schanoes hat noch ein paar weitere auf Lager. Als nächstes werde ich mir Among the Thorns geben. Hoffentlich ist das genauso toll und hoffentlich schreibt Veronica mal längere Bücher und nicht nur unglaublich tolle Novellas.

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Among the Thorns @ tor.com

Edit:
Among the Thorns konnte man gut in einer guten Stunde abfrühstücken. Es ist ebenso gut geschrieben wie Burning Girls. Und oh,…. es wird Magdeburg erwähnt! Leider, wie der Rest Deutschland, in einem weniger guten Licht, was bei der Thematik „frühere Judenverfolgung“ schlichtweg zu erwarten war. Trotzdem freue ich mich über jede Erwähnung von Orten, die ich kenne oder in denen ich wohne. Zum Beispiel hat Dornburg hier eine tragende Rolle – daher auch der Titel Among the Thorns. Allerdings wird nicht weiter erwähnt welches Dornburg denn eigentlich gemeint ist. Hier gibt es eine Menge zur Auswahl. Eines ist ganz in der Nähe bei Gommern, ein weiteres bei Jena. Leider wird meine Freue etwas getrübt, wenn Städte wie Halberstadt als Halbistadt falsch geschrieben werden. Keine Ahnung wer sich da diese Patzer erlaubt hat. Google kann doch gewiss jeder bedienen. Aber vielleicht ist Halbistadt die Pseudo-verenglischung ähnlich wie bei Hameln = Hamelin, wo das tatsächlich stimmt.
Egal wie, an Veröffentlichungen von Veronica Schanoes werde ich auf jeden Fall dranbleiben.
Thematisch ist wieder ein großer Teil jüdischer Folklore bei. Ich finde das sehr interessant, ist mal was anderes als das ewige christliche Gesülze mit immer den selben Phrasen. Was wir erleben ist ein privater Rachefeldzug gegen die Bürger von Dornburg, die den Vater der Ich-Erzählerin vor 10 Jahre unschuldig folterten und hängten. Alles mit Hilfe eines mehr oder weniger guten jüdischen Rachedämons, der sich als Göttin präsentiert – obwohl ich ja finde, dass Matronit noch eine Spur zu nett und einsichtig ist.

Kate Mulgrew – Born With Teeth

Was? Captain Janeway bringt eine Autobiografie raus?? Muss ich haben!

Raised by unconventional Irish Catholics who knew „how to drink, how to dance, how to talk, and how to stir up the devil,“ Kate Mulgrew grew up with poetry and drama in her bones. But in her mother, a would-be artist burdened by the endless arrival of new babies, young Kate saw the consequences of a dream deferred. Determined to pursue her own no matter the cost, at 18 she left her small Midwestern town for New York, where, studying with the legendary Stella Adler, she learned the lesson that would define her as an actress: „Use it,“ Adler told her. Whatever disappointment, pain, or anger life throws in your path, channel it into the work.

It was a lesson she would need. At twenty-two, just as her career was taking off, she became pregnant and gave birth to a daughter. Having already signed the adoption papers, she was allowed only a fleeting glimpse of her child. As her star continued to rise, her life became increasingly demanding and fulfilling, a whirlwind of passionate love affairs, life-saving friendships, and bone-crunching work. Through it all, Mulgrew remained haunted by the loss of her daughter, until, two decades later, she found the courage to face the past and step into the most challenging role of her life, both on and off screen.

We know Kate Mulgrew for the strong women she’s played–Captain Janeway on Star Trek; the tough-as-nails „Red“ on Orange is the New Black. Now, we meet the most inspiring and memorable character of all: herself. By turns irreverent and soulful, laugh-out-loud funny and heart-piercingly sad, BORN WITH TEETH is the breathtaking memoir of a woman who dares to live life to the fullest, on her own terms.

Mir fällt es generell immer sehr schwer Biografien zu bewerten. Denn auch wenn man das Buch an sich beurteilen möchte, erwischt man sich oft, dass man das Leben des anderen bewertet. Das kann sich durchaus positiv auf das Buch auswirken, wie im Fall von Frank McCourt (seine dreiteilige Biografie Angela’s Ashes, ‚Tis , Teacher Man – unnachahmlich geschrieben und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich diesen Mann gerne mal getroffen hätte). Gut ich würde Kate Mulgrew immer noch gerne treffen. Gerne auch mal bei eine Fedcon. Ja. Doch.

Dafür, dass ich vergleichsweise viel Geld für eine englische Kindle Edition hingeblättert habe, bin ich doch ein wenig unzufrieden mit diesem Buch. Es ist arg kurz und sämtliche Lebensstationen werden im Galopp abgearbeitet. Nichts wird wirklich ausgeführt. Man hat das Gefühl, dass sie es zwar selbst geschrieben hat, aber von ihrem Agenten/Verleger dazu genötigt wurden ist. Hauptaufhänger in vielen Zusammenfassungen war die Suche nach ihrer zu Adoption freigegebenen Tochter. Das einzig persönliche Thema was kurzzeitig mal eingehender angesprochen wurde. Das Wiedersehen ist eigentlich auch ganz rührend, wird aber wieder nicht weiter vertieft. Und kurz danach ist auch Schluss. Ihre anderen Kinder werden kaum erwähnt. Vielleicht wurmt es mich einfach nur, dass jemand der so starke Persönlichkeiten spielt, nicht mal halb so viel Rückrat im richtigen Leben zeigt. Was allerdings wieder für ihre schauspielerische Qualitäten stehen. Der Titel „Born with Teeth“ hat sich aus meiner Sicht nicht bewahrheitet. Zumindest nicht im metaphorischen Sinne.

Ich möchte jetzt nicht über ihr Leben urteilen – vieles hätte ich vielleicht anders gemacht – man hat jedenfalls nicht das Gefühl sie nach der Lektüre besser zu kennen. Man kennt zwar jetzt ihren groben Werdegang, aber das weiß man nach dem Lesen ihres englischen Wikipediaartikels auch. Klar, aus der ich-Perspektive ist es nochmal anders. Aber wenn ich zum Beispiel an Frank McCourt denke, in dessen Leben gewiss nicht soviel Aufregung gab oder Patti Smith. Okay, Frank McCourt ist ein Autor im Autoren Sinne. Er war Englischlehrer und Lehrer für Kreatives Schreiben und Pulitzerpreisträger – akzeptiert. Der Vergleich hinkt. Aber Patti Smith und ihr Just Kids – meine Güte Kate. Lass es. Lass jemand anderes für dich Schreiben. Oder bring gar keine Biografie heraus. Dass ich das Buch mit 4 von 5 Sterne bewerte, liegt nur daran dass ich sie nach wie vor mag.Jedoch den faden Beigeschmack, den ich seit Monaten mit mir rumtrage, werde ich einfach nicht los. Vielleicht sollte ich die Bewertung überdenken.

Reading Challenge: Nr. 26 (non-fiction book), Nr. 48 (a memoir)

Übrigens zu Patti Smith und Just Kids:

Another high-profile project in the works at Showtime is a limited series based on “Just Kids,” musician Patti Smith’s memoir of coming of age as an artist in 1970s New York City. “Penny Dreadful” creator John Logan is working on the adaptation with Smith. The series will revolve around Smith and her friendship with famed photographer Robert Mapplethorpe at a fertile moment in New York’s artistic scene.

Smith happened to be a “Penny Dreadful” fan, and the chance for her to work with Logan helped Showtime land the sought-after rights to her bestselling memoir.

Quelle: Variety.com

Ich bin schon ganz raschelig deswegen!