Burning Girls / Among the Thorns – Veronica Schanoes [Novella]

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Amazon Preis 1,04 EUR
Seiten 36
Burning Girls @ Tor.com Link

Manchmal sind die kurzen Geschichten doch die perfektesten.

„In America, they don’t let you burn. My mother told me that.“

When we came to America, we brought anger and socialism and hunger. We also brought our demons. They stowed away on the ships with us, curled up in the small sacks we slung over our shoulders, crept under our skirts. When we passed the medical examinations and stepped for the first time out onto the streets of granite we would call home, they were waiting for us, as though they’d been there the whole time.

Deborah ist kein attraktives Kind. Aber ihre Mutter erkennt, was in ihr steckt und sende sie zur Großmutter aufs Land, wo sie ausgebildet wird. Als Heilerin, Hexen, Schamanin. Wir schreiben circa 1900 als die Kossaken in Bialystok einfallen und sie mit ihre Schwester Shayna nach Amerika flüchtet (gedanklich ist sie für mich in NYC gelandet, obwohl das nie explizit erwähnt wird.) Das klingt alles erstmal nach 08/15 Fantasy-Märchen-Kram. Wer aber auf den eher dunkleren Schreibstil eines Neil Gaiman steht, ist hier genau richtig. Man liest zwei Absätze und ist vollkommen gefangen. Es ist fremd und doch bekannt und man möchte das die Story nicht so schnell endet. Ich habe es bekanntermaßen nicht so mit feministischen historischen Romanen. Aber diese Story hier ist kurz, knackig, dunkel und ein Fall für „Ich wünschte, ich könnte so etwas schreiben“

Unter den oben erwähnten Link zu Tor.com kann man die Geschichte online lesen, aber lege jedem ans Herz das Buch zu kaufen z.B. bei Amazon für ein paar Peanuts.

Und wie immer, wenn ich hier vorschriftmäßig die Bücher und Autoren verlinken möchte, fällt mir ein weiteres Buch vor die Füße. Veronica Schanoes hat noch ein paar weitere auf Lager. Als nächstes werde ich mir Among the Thorns geben. Hoffentlich ist das genauso toll und hoffentlich schreibt Veronica mal längere Bücher und nicht nur unglaublich tolle Novellas.

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Among the Thorns @ tor.com

Edit:
Among the Thorns konnte man gut in einer guten Stunde abfrühstücken. Es ist ebenso gut geschrieben wie Burning Girls. Und oh,…. es wird Magdeburg erwähnt! Leider, wie der Rest Deutschland, in einem weniger guten Licht, was bei der Thematik „frühere Judenverfolgung“ schlichtweg zu erwarten war. Trotzdem freue ich mich über jede Erwähnung von Orten, die ich kenne oder in denen ich wohne. Zum Beispiel hat Dornburg hier eine tragende Rolle – daher auch der Titel Among the Thorns. Allerdings wird nicht weiter erwähnt welches Dornburg denn eigentlich gemeint ist. Hier gibt es eine Menge zur Auswahl. Eines ist ganz in der Nähe bei Gommern, ein weiteres bei Jena. Leider wird meine Freue etwas getrübt, wenn Städte wie Halberstadt als Halbistadt falsch geschrieben werden. Keine Ahnung wer sich da diese Patzer erlaubt hat. Google kann doch gewiss jeder bedienen. Aber vielleicht ist Halbistadt die Pseudo-verenglischung ähnlich wie bei Hameln = Hamelin, wo das tatsächlich stimmt.
Egal wie, an Veröffentlichungen von Veronica Schanoes werde ich auf jeden Fall dranbleiben.
Thematisch ist wieder ein großer Teil jüdischer Folklore bei. Ich finde das sehr interessant, ist mal was anderes als das ewige christliche Gesülze mit immer den selben Phrasen. Was wir erleben ist ein privater Rachefeldzug gegen die Bürger von Dornburg, die den Vater der Ich-Erzählerin vor 10 Jahre unschuldig folterten und hängten. Alles mit Hilfe eines mehr oder weniger guten jüdischen Rachedämons, der sich als Göttin präsentiert – obwohl ich ja finde, dass Matronit noch eine Spur zu nett und einsichtig ist.

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Kate Mulgrew – Born With Teeth

Was? Captain Janeway bringt eine Autobiografie raus?? Muss ich haben!

Raised by unconventional Irish Catholics who knew „how to drink, how to dance, how to talk, and how to stir up the devil,“ Kate Mulgrew grew up with poetry and drama in her bones. But in her mother, a would-be artist burdened by the endless arrival of new babies, young Kate saw the consequences of a dream deferred. Determined to pursue her own no matter the cost, at 18 she left her small Midwestern town for New York, where, studying with the legendary Stella Adler, she learned the lesson that would define her as an actress: „Use it,“ Adler told her. Whatever disappointment, pain, or anger life throws in your path, channel it into the work.

It was a lesson she would need. At twenty-two, just as her career was taking off, she became pregnant and gave birth to a daughter. Having already signed the adoption papers, she was allowed only a fleeting glimpse of her child. As her star continued to rise, her life became increasingly demanding and fulfilling, a whirlwind of passionate love affairs, life-saving friendships, and bone-crunching work. Through it all, Mulgrew remained haunted by the loss of her daughter, until, two decades later, she found the courage to face the past and step into the most challenging role of her life, both on and off screen.

We know Kate Mulgrew for the strong women she’s played–Captain Janeway on Star Trek; the tough-as-nails „Red“ on Orange is the New Black. Now, we meet the most inspiring and memorable character of all: herself. By turns irreverent and soulful, laugh-out-loud funny and heart-piercingly sad, BORN WITH TEETH is the breathtaking memoir of a woman who dares to live life to the fullest, on her own terms.

Mir fällt es generell immer sehr schwer Biografien zu bewerten. Denn auch wenn man das Buch an sich beurteilen möchte, erwischt man sich oft, dass man das Leben des anderen bewertet. Das kann sich durchaus positiv auf das Buch auswirken, wie im Fall von Frank McCourt (seine dreiteilige Biografie Angela’s Ashes, ‚Tis , Teacher Man – unnachahmlich geschrieben und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich diesen Mann gerne mal getroffen hätte). Gut ich würde Kate Mulgrew immer noch gerne treffen. Gerne auch mal bei eine Fedcon. Ja. Doch.

Dafür, dass ich vergleichsweise viel Geld für eine englische Kindle Edition hingeblättert habe, bin ich doch ein wenig unzufrieden mit diesem Buch. Es ist arg kurz und sämtliche Lebensstationen werden im Galopp abgearbeitet. Nichts wird wirklich ausgeführt. Man hat das Gefühl, dass sie es zwar selbst geschrieben hat, aber von ihrem Agenten/Verleger dazu genötigt wurden ist. Hauptaufhänger in vielen Zusammenfassungen war die Suche nach ihrer zu Adoption freigegebenen Tochter. Das einzig persönliche Thema was kurzzeitig mal eingehender angesprochen wurde. Das Wiedersehen ist eigentlich auch ganz rührend, wird aber wieder nicht weiter vertieft. Und kurz danach ist auch Schluss. Ihre anderen Kinder werden kaum erwähnt. Vielleicht wurmt es mich einfach nur, dass jemand der so starke Persönlichkeiten spielt, nicht mal halb so viel Rückrat im richtigen Leben zeigt. Was allerdings wieder für ihre schauspielerische Qualitäten stehen. Der Titel „Born with Teeth“ hat sich aus meiner Sicht nicht bewahrheitet. Zumindest nicht im metaphorischen Sinne.

Ich möchte jetzt nicht über ihr Leben urteilen – vieles hätte ich vielleicht anders gemacht – man hat jedenfalls nicht das Gefühl sie nach der Lektüre besser zu kennen. Man kennt zwar jetzt ihren groben Werdegang, aber das weiß man nach dem Lesen ihres englischen Wikipediaartikels auch. Klar, aus der ich-Perspektive ist es nochmal anders. Aber wenn ich zum Beispiel an Frank McCourt denke, in dessen Leben gewiss nicht soviel Aufregung gab oder Patti Smith. Okay, Frank McCourt ist ein Autor im Autoren Sinne. Er war Englischlehrer und Lehrer für Kreatives Schreiben und Pulitzerpreisträger – akzeptiert. Der Vergleich hinkt. Aber Patti Smith und ihr Just Kids – meine Güte Kate. Lass es. Lass jemand anderes für dich Schreiben. Oder bring gar keine Biografie heraus. Dass ich das Buch mit 4 von 5 Sterne bewerte, liegt nur daran dass ich sie nach wie vor mag.Jedoch den faden Beigeschmack, den ich seit Monaten mit mir rumtrage, werde ich einfach nicht los. Vielleicht sollte ich die Bewertung überdenken.

Reading Challenge: Nr. 26 (non-fiction book), Nr. 48 (a memoir)

Übrigens zu Patti Smith und Just Kids:

Another high-profile project in the works at Showtime is a limited series based on “Just Kids,” musician Patti Smith’s memoir of coming of age as an artist in 1970s New York City. “Penny Dreadful” creator John Logan is working on the adaptation with Smith. The series will revolve around Smith and her friendship with famed photographer Robert Mapplethorpe at a fertile moment in New York’s artistic scene.

Smith happened to be a “Penny Dreadful” fan, and the chance for her to work with Logan helped Showtime land the sought-after rights to her bestselling memoir.

Quelle: Variety.com

Ich bin schon ganz raschelig deswegen!

David Pirie – Arthur Conan Doyle & Dr. Joseph Bell #1 und #2

David Pirie – Die Augen der Heather Grace (Arthur Conan Doyle & Dr. Joseph Bell #1)

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Sie ist jung und schön: Heather Grace, eine der ersten Patientinnen, die den jungen Arzt Arthur Conan Doyle aufsuchen. Doyle ist verwirrt, nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern auch wegen ihrer Visionen von einem Phantom, die sie immer öfter heimsuchen. Bald jedoch lenkt ein viel schwerwiegenderer Fall Doyle ab: der Mord an einem reichen Geschäftsmann. Doyle selbst gerät in Verdacht. Hilfesuchend wendet er sich an seinen alten Mentor, den brillanten Dr. Joseph Bell. Dieser findet bald heraus, dass der Schlüssel zur Lösung des Rätsels in der Tat in den Augen der Heather Grace liegt …

An der Stelle gebe ich gerne zu, dass ich mich bei Goodreads von der Empfehlung und dem schönen Cover ab einfangen lassen.

Eins vorweg: das Buch hat mir so gut gefallen, dass ich die beiden Nachfolger gleich nach dem Beenden des ersten Buches bestellt habe.

Die Meinung hierüber klaffen ziemlich stark auseinander. Entweder man liebt es oder man hasst es. Ich persönlich liebe die Bücher, weil sie zwar in Sherlock Holmes Manier geschrieben, aber natürlich deutlich moderner wirken. Doyle nimmt in den Büchern die Rolle des Dr. Watson ein. Da sollte man sich nicht vom Doktor im Titel täuschen lassen. Dr. Joseph Bell ist hierbei der Soziopath – wobei Sherlock definitiv höher im Spektrum einzustufen ist als Bell. Aber das Gehabe und die „Methode“ gleichen sich. Die Meinungen darüber, ob der echte Bell tatsächlich Pate für Holmes stand, gehen auseinander. Dass da ein gewisser Einfluss vorhanden ist, kann jedoch niemand abstreiten. Zu den Büchern gibt es auch eine BBC Produktion – oder eher umgekehrt. Leider momentan nicht auf DVD zu haben. Ich gebe auch zu, dass ich die deutsche Version der Bücher lese, weil sie im Bücherregal hübscher aussehen *hust*.

Zum ersten Buch: meine Erwartungshaltung war aufgrund der Kritiken doch eher gering. Daher war ich positiv überrascht, das der Roman so knackig geschrieben und die Handlung so undurchsichtig war. Klar, nach einer Weile hat man so seine Theorien über Heather Grace und ihren phantomhaften Verfolger – die Augen waren mir in der Tat bis zuletzt ein Rätsel. Das ist genau der Punkt, ich mag es, wenn man nicht gleich ausmacht, was passiert ist. Ab einem bestimmten Punkt hatte ich einen Verdacht, der sich dann auch als richtig herausstellte. Frau braucht ja auch mal Erfolgserlebnisse. Mir gefällt besonders die gut beschriebene Szenerie in den Büchern. Man fühlt sich regelrecht ins Buch gezogen. Manchmal möchte ich Dr. Watson äh Doyle auch gerne schlagen, wenn er mal wieder nicht begreift, was da gerade passiert. Aber es bleibt ja auch dem Leser meistens verborgen. Weil zwar beschrieben wird, wie Bell nach etwas fragt, was belanglos erscheint und erst später im Kontext sich erklärt.

Bewertung 4 von 5 Sterne bei goodreads
Reading Challenge: keine Punkt erfüllt

David Pirie – Die Zeicher der Furcht (Arthur Conan Doyle & Dr. Joseph Bell #2)

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Edinburgh, 1878. In den Bordellen der Stadt verübt ein Unbekannter eine Reihe bizarrer Anschläge. Die Polizei ruft Dr Joseph Bell und Arthur Conan Doyle hinzu. Je weiter die Nachforschungen der beiden gehen, umso deutlicher wird, dass sie es diesmal mit einem Typus von Killer zu tun haben, wie er bisher unbekannt war: mit jemandem, der Mord als reine Kunst betrachtet.

Die Zeit ist knapp, denn der „Künstler“ hat sich ein neues Opfer gesucht: Doyles große Liebe Elsbeth Scott …

Im zweiten Buch soll wohl die Vorlage zu Moriarty „darstellen“ hier Cream genannt. Eigentlich kann man auch getrost von zwei Büchern in einem sprechen. Die Geschichte gehört zwar zusammen aber es ist ein deutlicher Schnitt zwischen Edinburgh und London erkennbar. Mir gefallen auch die kleinen Geschichten, die am Rande erzählt werden. Zum Beispiel die der Vermieterin in London und ihrer Familie bei der Doyle im zweiten Teil unterkommt.
Bewertung: 5 von 5 Sterne bei goodreads
Reading Challenge: kein Punkt erfüllt

Ich freue mich derweile auf das dritte Buch, das jetzt am 10. September 2015 in der Neuauflage erscheint.

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Arthur Conan Doyle und Joseph Bell ist es nicht gelungen, ihren Erzfeind, den Serienkiller Cream, dingfest zu machen. Als in dem kleinen Ort Dunwich Menschen auf mysteriöse Weise umgebracht werden, lebt eine alte Legende wieder auf. Die Einheimischen sind der festen Überzeugung, dass die Hexe von Dunwich zurückgekehrt ist. Doch Doyle und Bell wissen, es ist viel schlimmer: Cream ist zurück.

Chuck Hogan/Guillermo del Toro – The Strain/Die Saat

Gefühlt vor 10 Jahren bekam ich vom Buchladen meines Vertrauens eine Leseprobe zu The Strain/Die Saat in die Tüte gesteckt. Wie gesagt, gefühlt 10 Jahre, aber es war 2009, wie mir Wikipedia verriet. Die Probe war nicht besonders dick, aber ich las sie trotzdem und irgendwie fand ich das alles auch sehr spannend. An dieser Stelle werde ich jetzt mal das Buch UND die Serie abfrühstücken. Die Serie läuft derzeit bei Pro Sieben und ich habe nach dem Pilot aufgegeben. Was ich allerdings gesehen habe, deckt sich soweit mit dem Buch, dass ich gar nicht weitergucken wollte.

Eigentlich beginnt alles wie ein „normaler“ Seuchenthriller. Ein Flugzeug aus Berlin landet am JFK in Queens, New York City. Kaum ist die Maschine unten, gehen alle Lichter aus und niemand reagiert an Bord auf die Anfragen vom Bodenpersonal. Sämtliche Behörden werden informiert, da man sich nicht sicher ist, ob es eine Entführung, ein Terroranschlag oder sonst was sein soll. Irgendwann geht dann Ephraim Goodweather und seine Kollegen vom CDC rein (Seuchenschutzbehörde – und es erschreckt mich immer wieder, dass ich bei obskuren Abkürzungen von US-Behörden dank frühen Konsums von Akte X nicht nachschlagen muss, welche Sauhaufen das jetzt wieder ist.) und findet alle Passagiere, außer vier, tot.

Soweit, so seuchenthrillerhaft. Wären Sie doch dabei geblieben.
Gut, ich wusste ja, es wird irgendwas übernatürliches an Bord sein. Und weil ich Guillermo del Toros Filme (Hellboy, Pacific Rim, Pan’s Labyrinth) sehr mag, habe ich mich auch voller Erwartung darauf eingelassen.
Wie kann man etwas, das so gut anfängt, am Ende so verkacken und sich dann noch trauen eine Triologie daraus zu machen?
Zu Beginn dachte ich: „Joar, was die alle haben! Ist doch spannend und gut geschrieben!“ Wäre er doch einfach beim Thriller geblieben! Nein, was fehlt waren, genau, Nazivampire. Ja, ihr habt richtig gelesen. Und ab da wird ein uninspirierter Retortenhorrorfilm…äh -roman. Immer noch gut geschrieben, aber nichts besonders. Weder besonders gut noch besonders schlecht sondern einfach nur ärgerlich. Was haben wir nicht alles für Klischees abgearbeitet. Nazivampire, Osteuropäische Van-Helsings, Marilyn Manson Verschnitte, der besonders peinlichen Art. Wann immer man eine Seite umgeschlagen hat, man konnte eigentlich jede „Action“szene, jedes Szenario vorhersehen. Das Ende ist natürlich halbherzig, weil man möchte, dass man das nächste Buch kauft. Die Fortsetzung habe ich sogar, tue ich mich aber nicht mehr an. Dafür ist mir die Lebenszeit zu kostbar.

Es schockiert mich auch zu sehen, dass die Serie, die ich ja zugegebenermaßen nicht weitergeguckt habe, tatsächlich mit 7,6 bei imdb gut bewertet wird. Wer Lust hat David Bradley aka Mr. Filch aka Walden Frey in der Hauptrolle des osteuropäischen Van Helsings zu sehen – dem wünsche ich trotzdem viel Spaß. Die Besetzungsliste (z.B. Corey Stoll) kann sich in der Tat sehen lassen. John Hurt hatte wohl im Ur-Pilot die Rolle des David Bradley inne und konnte wegen weiterer Verpflichtungen nicht bleiben. Bradley ist mir da auch deutlich lieber. Auch Corey Stoll mag ich an sich – auch wenn er mit Haaren so seltsam aussieht, dass ich ihn ständig mit jemand anderem verwechselte.

Wer also auf Retortenhorror in jeder Inkarnation steht. Oder Stephen King für gruselig hält, ist hier bestimmt gut bedient. Alle anderen langweilen sich vermutlich vorher zu Tode. Passiert.

Buchbewertung 3 von 5 Sterne, weil es sich doch recht flüssig liest.
Serienbewertung bei imdb 6/10, weil handwerklich nicht schlecht gemacht scheint.
Reading Challenge: keinen einzigen Punkt damit erfüllt.

[Sammelblog] The American Monstershow in Germany, Gypsy, Mystery-Geschichten

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Wendezeit als Gruselzeit. Was ich irritieren fand, war der englische Titel eines deutsch-deutschen Buches.
Ich muss zugeben, einige diese Stories haben schon was, auch meiner Sicht, innovatives. Leider bedeutet das nicht zwangsläufig, dass sie mir gefallen. Aber ist alles ausbaufähig und ich bin froh einen geborenen Magdeburger finanziell unterstützt zu haben.
Rückblickend sind mir hier allerdings mehr Geschichten und Sachen im Gedächtnis geblieben als mir lieb ist z.B. das Menschen fressende Haus – das war irgendwie recht … anschaulich.

Daher füge ich das Buch in meine Reading Challenge ein:

Nr. 22 a book of short stories
Nr. 35 a book that takes place in your hometown
Nr. 42 a book that scares you

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Gypsy fiel mir vor kurzem bei den Top 100 (gratis) Kindles vor die Füße. Eine recht klischeehafte Geschichte – vorbei man immer genau merkt, wenn ein/e Deutsche/r über Amerika schreibt – vermutlich klinge ich genauso und merke es durch die Autorenbrille gar nicht. Alles in allem aber gar nicht so schlecht.

Abby hat eine Gabe, die sie als Kind erschreckte und ihr früher wie ein Fluch erschien: Manche Dinge, die sie berührt, lassen sie in die Vergangenheit reisen und zur Zeugin von Ereignissen werden, die sich vor langer Zeit zugetragen haben, auch dramatischer.

Mit Hilfe ihrer Großmutter und des alten Carl lernt sie die Gabe zu kontrollieren, und beginnt sogar, Freude an ihren Besuchen in der Vergangenheit zu entwickeln.

Doch eines Tages wird sie mit einem dunklen Teil der eigenen Familiengeschichte konfrontiert und deckt ein furchtbares Geheimnis auf.

Wobei ich offensichtlich eine ganz andere Auffassung von „furchtbar“ habe. Das „Geheimnis“ erschließt sich dem Leser schon nach der Hälfte und schockiert am Ende niemanden mehr. Schade, die Dame kann Schreiben. Nur die Stories dürfen gerne besser werden.

Mystery-Geschichten – Ilona Bulazel

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Das einzige war mich hier wirklich gestört hat, war der nichts sagende Name der Sammlung. Die Geschichten können sich durchaus sehen lassen – ich wäre froh, wenn ich was zu Papier bringen könnte!
Der Erbe
Der Meisterbau
Die Seelenverwandten
Das Geschenk

Von allem hat mir der Meisterbau am besten gefallen. Ich finde die Geschichten teilweise innovativ und einfallsreich. Wenn ich dagegen Gregory Miller und seine Sammlungen sehen, die zwar ebenfalls ihren Charme besitzen, aber doch manchmal recht vorhersehbar sind.

Stephen J. Matlock – Stars in the Texas Sky

Eine Leihgabe aus der Kindle-Leihbücherei.
Das ersten Mal aufmerksam auf dieses Buch wurde ich durch ein Goodreads Giveaway. Mal so eine Frage in den Äther – gab es überhaupt schon mal jemanden in Deutschland, der da was gewonnen hat? Ich habe schon hunderte Giveaways unterzeichnet und nie etwas gewonnen. Und ab und zu habe ich ein Händchen für Verlosungen – vor allem wenn ich gar nicht mehr damit rechne. Gerade wieder was zu einem Batman PS4 Spiel gewonnen, was ich nie spielen werde, weil ich keine Konsole besitze und mich freue, dass der Gewinn ein T-Shirt , Flaschenöffner etc. war.

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Zum Buch:
Das erste Drittel war nur ein gut geschriebenes Rassismusdrama in Ost-Texas irgendwann in den 1950er Jahren. Die Charaktere bleiben von Anfang bis Ende recht eindimensional und die Rassenfrage bis circa zur Hälfte eher halbherzig behandelt. Es passiert im Grunde auch nichts außer einer Menge Gerede und ein paar Hardball Spiele. Aber dann, als ich die Story schon fast aufgeben wollte, wird die Gewaltspirale plötzlich so aufgedreht, dass ich mich frage, ob ich wirklich noch ein Buch für Kinder/Jugendlichen lese.
Das es bei dem Thema nicht immer nett zugeht, dürfte jedem klar sein. Aber diese von null auf einhundert war dann doch etwas überraschend.
Im Goodreads Beitrag wird vor etwas überholter englischer Sprache gewarnt – darauf hin hab ich ja sonstwas erwartet. Keine Ahnung wie Amerikaner dieser Tage in Texas reden; ob sie überhaupt sprechen können; aber an diesem Buch gab es nichts, was sich seltsam gelesen hat oder schwer zu verstehen war.
Für etwas, was ich für lau bekam, war das eine angenehme, gut geschriebene Überraschung und durchaus für den gemeinen Leser zu empfehlen. Erleuchtung bleibt am Ende aber trotzdem aus. 4 von 5 Sterne.

gelesen im Februar 2015

Tim Burton – Das Traurige Ende des Austernjungen und andere Geschichten

Vielleicht macht das Büchlein gebunden und in Papier mehr her als im eBook Format. Am traurigen Inhalt wird das leider wenig ändern – und damit meine ich leider nicht die Stories.

Denn die sind eher dürftig.
Ich kann mich erinnern, dass ich The Melancholy Death of Oyster Boy vor circa 10 Jahren im Netz gefunden habe – und damals sehr toll fand. Lag aber auch daran, dass Tim Burton damals noch irgendwie cool war. Jetzt, nach über 20 Jahren seiner Filme bin ich nur noch eins – furchtbar gelangweilt von ihm.

Man kann sich die Geschichten in diesem Buch eher wie eine dunklere Version von Wilhelm Busch Bildergeschichten vorstellen. Nur bei weitem schlechter gezeichnet und ohne Herzblut…und meist sogar ohne erkennbare Story. Die deutsche Übersetzung stößt mir zudem auch noch sauer auf. Es klingt zu bemüht und mäßig talentiert. Aber ich tippe mal darauf, dass die Vorlage einfach nicht mehr hergeben hat.

Die durchweg guten Bewertungen in der Leserschaft (Goodreads, Lovelybooks) kann ich nur auf seinen Hype zurückführen. Vielleicht bin ich einfach auch nur zu gelangweilt von ihm. Manchmal wünschte ich mir wirklich meine Filmbrille zurück. Je mehr Filme ich kenne, desto eher langweilt mich etwas. Oder man denkt – hey, das geht doch bei Film XY auch, warum nicht hier? Oder: das hast du bei XY schon mal besser umgesetzt gesehen. Oder eben im Fall von Tim Burton – oh Gott nicht schon wieder schiefe Häuser, Helena Bonham Carter, Johnny Depp und Danny Elfman.

Schlimm, dass die Abneigung bereits auf seinen Bücher abfärbt.

gelesen im Februar 2015

Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet

Wie schon erwartet, hab ich den Blog nicht lange durchgehalten. Ja, nicht mal 2 Monate. Was soll’s. Ich habe Urlaub, das Wetter ist beschissen und mir ist langweilig – auf gehts!

Flavia

Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht das Opfer eines Giftmordes in ihrem Gurkenbeet entdeckt! Da jeder ihren Vater, den sanftmütigen Colonel de Luce, für den Mörder zu halten scheint, nimmt die naseweise Flavia persönlich die Ermittlungen auf. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia schließlich, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist.

… und bei allem Detektivsein – sie ist noch dazu eine begeistert-begabte Nachwuchs Chemikerin. Wer also denkt, die Story wäre nur was für Mädels, die wiederum auf halbseidene Agatha Christie Romane stehen, liegt falsch. Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte Fans von Breaking Bad könnten daran ihre Freude habe. Wobei zugegebenermaßen  keine Drogen im Spiel sind. Eher eine im ländlichen England der 50er Jahre gelegene Kriminalstory, die eher für Jugendliche in den höheren Klasse und Erwachsene geeignet ist.

Flavia kann in der Tat manchmal nervig erscheinen, besonders am Anfang der Geschichte. Als einzigen Kritikpunkt kann ich auch nur angeben, dass ich es nicht mag, wenn Flavia, die sonst ihre Weitsichtigkeit und Intelligenz zeigt, aber dann in Situationen mit anderen (Erwachsenen) das kleine, dumme Mädchen raushängen lässt. Klar, manchmal erfordert das die Situation, um an Informationen zu kommen – aber sie tut auch manchmal auch völlig ohne Grund.  Alles in allem aber mag ich sie sehr. Kostprobe ihre Weisheit:

“As I stood outside in Cow Lane, it occurred to me that Heaven must be a place where the library is open twenty-four hours a day, seven days a week.

No … eight days a week.”

gelesen im Februar 2015

E.M. Forster – Zimmer mit Aussicht [classics]

Man könnte hier jeden Blogeintrag mit „seit Ewigkeiten auf meinem SuB“ beginnen…

Jedoch ist dies eins der klassischen Bücher, die man vielleicht einmal liest und dann nie wieder. Aber nein, man muss Zimmer mit Aussicht nicht gelesen haben, um mitreden zu können. Denn in Wirklichkeit redet niemand jemals über diese Buch. Ich wusste nur, dass es existiert, weil ich mal in die Verfilmung mit Helena Bonham Carter und Maggie Smith reingeschaltet habe.

Beschrieben wird das Buch als Edwardian social comedy – ich suche immer noch verzweifelt nach dem „comedy“ Es war einfach nur eine Geschichte. Eine Geschichte eines beeinflussbaren Görs um die Jahrhundertwende. Verschickt mit ihrer ältlichen, unverheirateten Cousine Charlotte nach Italien getarnt als Bildungsreise. Sie wohnen in einer Pension geführt von einer englischen Frau, die versucht italienischer als die Italiener zu sein. Umgeben gleichfalls steifen Engländern in der Pension, in der Stadt, überall. Englische Pfarrer (massig), englische Touristen, englische Autoren. Alles nur keine Italiener in diesem Buch. Man merkt allerdings sehr, dass E.M. Forster hier seine eigene Reise durch das Land verarbeitet. Das Gör, Lucy, und Charlotte lernen in eben dieser Pension zwei Männer kennen, die nicht ihren gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen. Zudem bieten sie den Damen unaufgefordert ihr besagtes Zimmer mit der schönen Aussicht an. Charlotte echauffiert sich und will das Zimmer nicht annehmen. Es endet jedoch damit, dass sie das Zimmer, dass sie ja eigentlich wollen, doch nehmen – weil sie es aufgenötigt bekommen. Der jüngere dieses männlichen Zweigespanns, der Sohn George, verliebt sich kurz danach in Lucy. Ich habe keinen blassen Schimmer, was Lucy an George oder George an Lucy findet. Sie passen null zusammen, und als die beiden Grazien nach einem Kuss zwischen Lucy und George nach Rom abreisen, glaubt man sich schon gerettet.

Der mittlere Teil hat mir ein bisschen besser gefallen. Lucy ist zurück in Surrey bei ihrer Familie. Charlotte wurde kaltgestellt und wohnt allein in ihrer Wohnung Gott weiß wo (vermutlich London). Lucy hat ihr nicht verziehen, wie sie sich nach dem Kuss aufgeführt hat. Wirklich traurig ist Lucy wegen George allerdings nicht. Sie ist verlobt mit einem begehrten Gentleman und leugnet ihrer Gefühle für George, soweit diese überhaupt vorhanden waren. Der Verlobte bevormundet sie, hält sie klein und lässt sie dumm dastehen. Eigentlich mag ihn auch gar niemand. Nur traut sich keiner etwas zu sagen, weil er ja so ein Gentleman ist. Christian Grey ohne Peitsche, wenn ihr mich fragt. Allerdings ist Lucy doch cleverer als Ana Steele aus Fifty Shades of Crap und verlässt den Typen, weil George in ihre Nachbarschaft gezogen ist und mehr oder weniger vor ihr auf die Knie fällt. Ich hätte so gerne mal ein spritziges Ende gehabt. Nein, Klassiker lese ich eigentlich recht gerne. Aber… weiß auch nicht, was ich hier erwartet habe…

Die Story war mau, aber der Schreiberling zweifelsohne talentiert. Es scheint als könnte er schreiben – er wusste nur nicht worüber.

 

Reading Challenge:

Nr. 3 (a classic romance)
Nr. 10 (a book written by someone under 30) E.M. Forster war 29 als das Buch rauskam
Nr. 17 (a book with a love triangle)
Nr. 44 (a book more than 100 years old)