Ladytron/Dancing Pigeons Like Ice Cream in Magdeburg 14.10.2008

Ausgerechnet über Myspace habe ich erfahren, das Ladytron in Magdeburg (wo sonst doch nichts gescheites hier mal Stopp macht) spielen. Ich also zum Kartenhaus am Hassel, was jetzt im Alleecenter zu finden ist und wo ich in null-komma-nichts meine Karte bekam. Die Leute da haben mir auf sehr wundersame Weise die tollsten Tickets besorgt (gerade auch bei Sitzplätzen). Gott sei Dank waren keine Sitzplätze für Ladytron geplant. Obwohl wenn man bedenkt, das die Magdeburger alle so trübe Tassen sind, dass sie zu 98% welche gebraucht hätten.

Im Projekt 7 war ich vorher noch nicht. Ist auch mit Abstand der am blödesten zu findende Club in Magdeburg. Zumindest für Menschen, die wie ich noch nie gezwungen waren das Unigelände zu betreten. Meine Tacho sagte mir, dass ich 12 Kilometer umsonst durch Magdeburg gejokelt bin….bis ich einen fähigen jungen Mann traf, der nicht die Orientierung einen plattgefahrenen Igels besaß.

Im Club angekommen waren nur erst etwa 50 Leute da. (Wenn ich sie mir angucke, weiß ich auch warum ich nie studieren wollte) Bevor es los ging, hab ich mir noch schnell ein T-Shirt gekauft, in rot verdammt…ich wollte schwarz. Und das aktuelle Album Velocifero auch. Für 10 Öhre. Nicht schlecht. Bis her hab ich es nur bei Last.fm für lau gehört, weil mir 16 Öhre und mehr im Laden zu teuer waren.

Die Vorband Dancing Pigeons Like Ice Cream hat mir sehr gefallen. Aber sie taten mir ein wenig leid (und ich mir auch), denn ich war die Einzige, die ansatzweise getanzt hat. Zumindest vorne dort wo ich stand. Werde mir bei Gelegenheit mal die Free-Tracks bei last.fm anhören.

Ladytron tauchten dann auch irgendwann auf der kleinen Bühne auf. Die Jungens ziemlich weit im Hintergrund versteckt und nicht so schön verteilt wie letztes Jahr als Support von NIN und mich deucht auch um einen Gitarristen und Bassisten versteckt. Aber ich kenne mich in der internen Bandstruktur nicht wirklich aus. Die Mädels standen mir direkt vor der Nase.

Die Setlist:

Black Cat – Runaway – Ghosts – High Rise – I’m Not Scared – True Mathematics – Seasons of Illusions – International Dateline – Deep Blue – Fighting Up Built Up Areas – Seventeen – Klevta – Burning Up- Zugabe : Destroy Everything You Touch

Für meinen Geschmack hätten Sie mehr anderen, alte Sachen spielen können. Ein Kenner bin ich da auch nicht. Ein Album fehlt mir (Light & Magic), aber hätte trotzdem was anderes sein können. Über Ghosts hab ich mich sehr gefreut und Seventeen, is klar.

Ich hatte den Eindruck, dass die Mädels in bissel mürrisch waren. Kleiner Club, halb voll, ein unfähiger Soundtechniker. Aber mürrisch waren sie auch schon letztes Jahr in Frankfurt. Ich glaube die sind so. Nette Kleidchen hatten sie wieder an. Getanzt hab ich von Anfang bis Ende. Und ich hätte mich wesentlich wohler gefühlt, wenn das mehr Leute getan hätten. War zwar nicht mehr die Einzige da vorne. Aber irgendwie haben Magdeburger allesamt Stöcker im Arsch. Auch wenns um Applaus geht. Echt, ich dachte Berliner wären schlimm. Nach dem Konzert war ich dermaßen heiser, weil ich aus Mitleid nach den Songs lauter gerufen und gegröhlt habe wie sonst. Mich wunderst echt, dass sie zu Destroy Everything…. überhaupt noch mal rausgekommen sind. Fotografiert und gefilmt haben sie alle wie die Blöden, aber kein einziges Foto findet man im Netz. Leute was macht ihr mir den Bildern eigentlich??? Löschen wahrscheinlich.

Nach der ‚Show‘ hab ich noch am Bühnenrand gewartet. Dort gabs mehr Setlists als Interessenten dafür. Draußen traf ich ein Mädel aus Leipzig, dass mich tierisch an Marij erinnert hat. Sie hatte zufällig jemanden von der Crew gefunden und ihre Tasche signiert gekommen. Ohne jetzt jemanden von der Band selber zu treffen. Wollte dem Typen dann noch meine CD andrehen, aber er kam nicht wieder. Hatte dann noch kurz gewartet, da kamen Helen und Mira raus. Die sahen so genervt aus, da wollte ich lieber nicht fragen. Doch da sich die Herren der Schöpfung dann draußen auf die Damen stürzen bzw. hinterher, hängte ich mich mit dran. Echt, nachts vorm Tourbus im Mondschein Autogramme zu geben, da hätte ich auch schlechte Laune. Aber die Damen waren geduldigt, nach dem ich mich 10.000 Mal bedankt, entschuldigt und eine Gute Nacht gewünscht habe, wäre man ja eigentlich erlöst gewesen (von mir ja sowieso. Ein Wunder, dass ich mehr sagen konnte, wie das übliche ‚Ich habe eine Wassermelone getragen‘- Geschwafel. Aber die beiden taten mir echt so leid), da fuhren die Herren der Schöpfung zur Höchstform auf. Der Typ hat die armen Mädels ja auch alles signieren lassen (CDs, gleiche mehrere; TShirts; Setlists). Das war ein akuter Fall von Fremdschämen meinerseits.

Fazit: Hätte bei weitem besser ein können, wenn das Publikum und die Technik mitgemacht hätten. Aber war trotzdem schön sie mal in Magdeburg gesehen zu haben, wo sonst nie was Interessantes passiert (zumindest nicht aus meiner Sicht). Der nächste Tag auf Arbeit war allerdings nicht ganz so prickelnd.

Setlist

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