Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet

Wie schon erwartet, hab ich den Blog nicht lange durchgehalten. Ja, nicht mal 2 Monate. Was soll’s. Ich habe Urlaub, das Wetter ist beschissen und mir ist langweilig – auf gehts!

Flavia

Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht das Opfer eines Giftmordes in ihrem Gurkenbeet entdeckt! Da jeder ihren Vater, den sanftmütigen Colonel de Luce, für den Mörder zu halten scheint, nimmt die naseweise Flavia persönlich die Ermittlungen auf. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia schließlich, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist.

… und bei allem Detektivsein – sie ist noch dazu eine begeistert-begabte Nachwuchs Chemikerin. Wer also denkt, die Story wäre nur was für Mädels, die wiederum auf halbseidene Agatha Christie Romane stehen, liegt falsch. Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte Fans von Breaking Bad könnten daran ihre Freude habe. Wobei zugegebenermaßen  keine Drogen im Spiel sind. Eher eine im ländlichen England der 50er Jahre gelegene Kriminalstory, die eher für Jugendliche in den höheren Klasse und Erwachsene geeignet ist.

Flavia kann in der Tat manchmal nervig erscheinen, besonders am Anfang der Geschichte. Als einzigen Kritikpunkt kann ich auch nur angeben, dass ich es nicht mag, wenn Flavia, die sonst ihre Weitsichtigkeit und Intelligenz zeigt, aber dann in Situationen mit anderen (Erwachsenen) das kleine, dumme Mädchen raushängen lässt. Klar, manchmal erfordert das die Situation, um an Informationen zu kommen – aber sie tut auch manchmal auch völlig ohne Grund.  Alles in allem aber mag ich sie sehr. Kostprobe ihre Weisheit:

“As I stood outside in Cow Lane, it occurred to me that Heaven must be a place where the library is open twenty-four hours a day, seven days a week.

No … eight days a week.”

gelesen im Februar 2015